Psychotherapie

In der Psychotherapie bei Kinder- und Jugendlichen behandelt die Psychotherapeutin psychische und körperliche Symptome, die sich in auffälligem Verhalten oder zwischenmenschlichen Konflikten äußern. Im Mittelpunkt der Psychotherapie steht die unmittelbare Behandlung der psychischen Beschwerden. Hierzu wird besprochen, wann die Beschwerden auftreten und was sie auslöst. Bei Kindern und Jugendlichen beobachtet die Therapeutin das Verhalten des Kindes im Spiel oder spricht mit ihm über Gedanken, Gefühle und wie es sich körperlich fühlt. Weiterhin wird untersucht, wie andere Personen zu Hause, in der Kita oder Schule auf das Kind reagieren. Für eine erfolgreiche Psychotherapie von Kindern und  jungen Erwachsenen, bis zum vollendeten 21. Lebensjahr, werden innerhalb der therapeutisch gestalteten Beziehung, professionell strukturierte Gespräche und andere Ausdrucksmöglichkeiten genutzt, um psychische Krankheiten zu lindern und zu heilen.

Verhaltenstherapie

Mit Verhaltenstherapie (VT) wird ein Spektrum von Methoden im Fachgebiet der Psychotherapie bezeichnet. Verhaltenstherapeutische Verfahren basieren ursprünglich auf der Lerntheorie. Die Verhaltenstherapie geht davon aus, dass Verhalten erlernt wurde und somit wieder mit geeigneten Methoden verlernt werden kann, bzw. können Verhaltensdefizite (z.B. Mangel an sozialer Kompetenz) abgebaut und neues Verhalten erlernt werden.

  • Förderung der Fähigkeit zur Selbststeuerung (sie ist Hilfe zur Selbsthilfe)
  • Formulierung konkreter Verhaltensziele (z.B. Erhöhung der Konzentrationsfähigkeit)
  • Verwendung einer großen Anzahl verschiedener Methoden, mit denen die Therapieziele erreicht werden können (z.B. Training der Selbstverstärkung, Veränderung von störenden und belastenden Gedanken durch die kognitive Verhaltenstherapie, kognitives Problemlösungstraining, Elterntraining, Training sozialer Fähigkeiten und vieles mehr)

Die Erfolgsquoten der Verhaltenstherapie liegen bei 80%. Eine bedeutende Voraussetzung hierbei ist die gesicherte Vertrauensbeziehung zwischen Patient und Therapeut, um diese zu gewährleisten wird ein Erstgespräch ohne Therapieantrag stattfinden.